© makunin - Pixabay.com

Afrika auf eigene Faust entdecken

Eine Reise auf eigene Faust durch das südliche Afrika wird ein unvergessliches Erlebnis werden, an dass man sich immer wieder gern an kalten Wintertagen in Deutschland erinnert. Man kann diese Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, muss dabei jedoch etwas Geduld an den Tag legen. Dafür lernt man aber Land und Leute auf eine Art und Weise kennen, wie sie Pauschaltouristen niemals erleben.

Die Reise führt durch mehrere afrikanische Länder und beginnt in Johannesburg. Dort kommt man gewöhnlich früh morgens an. Von Johannesburg, Park Station, nimmt man den Linienzug nach Victoria Falls, Simbabwe. Die Zugverbindung ist zuverlässig mit gutem Service. Der Zug durchquert Simbabwe bis zum Grenzübergang Victoria Falls am Sambesi. Dort bekommt man praktisch nebenbei Gelegenheit, eines der größten Naturwunder Afrikas, die Victoriafälle des mächtigen Sambesi zu bewundern. Auf der anderen Seite des Sambesi erreicht man über eine Brücke Livingstone in Sambia. Von dort verkehrt ein Zug zur Hauptstadt Lusaka. Nach einer Pause in der Hauptstadt nimmt man den Überlandbus nach Mpulungu. Die Hafenstadt liegt an der Südspitze des Tanganjikasees, des längsten und zweittiefsten Sees der Welt. Jeden Freitag verlässt die Fähre MV Liemba Mpulungu auf einem Rundkurs, der über Burundi und Tansania wieder zurück nach Mpulungu führt. Wenn man Erste Klasse bucht, bekommt man eine eigene Kabine, allerdings ohne Klimaanlage.

Das 1.300 Tonnen Schiff hat eine interessante Geschichte. Vor dem Ersten Weltkrieg war Tansania deutsche Kolonie. Das Schiff wurde in Teilen mit dem Zug von Dar es Salaam nach Kigoma transportiert, dort zusammengebaut und als “Graf von Goetzen” in Dienst gestellt, um als Kriegsschiff auf dem Tanganjikasee zu dienen. Bei Kriegsende wurde es versenkt, aber 1924 wieder gehoben. Seitdem versieht es regelmäßig und zuverlässig seinen Dienst.

Man kann das Schiff in Kigoma (Tansania) verlassen und dort mit dem Zug nach Dar es Salaam fahren. Von dort kann man entweder über Kenia nach Deutschland zurück fliegen oder mit einem Küstensegler bis Maputo in Mosambik mitfahren. Von Maputo geht es mit dem Bus nach Johannesburg und dann zurück nach Deutschland.
 

Diese Artikel könnten sie auch interessieren:

Wer hat wann Ruhe? Warum Erholung in Wellnesshotels stark von der Reisezeit abhängt

Luxus, Blick, Spa – klingt nach Erholung. Doch wer Wellness bucht, ohne aufs Drumherum zu ...

Tropen-Traum ohne Reue: Der ultimative Guide für Ihre perfekte Reise

Weiße Sandstrände, die von Palmen gesäumt sind, das Zirpen exotischer Vögel im ...

Mietwagen im Urlaub – was gern übersehen wird

Die Reiselust ist groß, der Flug gebucht, das Hotel reserviert. Und dann? Oft wird der ...

Abreise bei Schneefall – was tun, wenn man wirklich los muss?

Schneeflocken tanzen, der Blick aus dem Fenster zeigt weiße Weite – und die Koffer ...

Wie man einen Roadtrip mit spaßigen Pausen plant

Mal aus dem Alltag ausbrechen und einfach losfahren – ein Roadtrip ist die perfekte Art, ...

Neue Orte und Sportarten für dein Neujahrsvorsatz entdecken

Wenn das neue Jahr anbricht, suchen viele von uns nach frischen Ideen, um die Routine zu ...

Die schönsten Länder für Wanderurlaube – hier gibt es viel zu sehen

Wenn Sie sich für einen Wanderurlaub entschieden haben, werden Sie während Ihrer Ferien ...

Reisen ohne Überforderung: Warum überschaubare Orte oft nachhaltiger wirken

Nicht jede Reise bringt automatisch Erholung. Wer durch große Städte navigiert, ...

Schlechtwetter im Urlaub: Welche Optionen wirklich funktionieren

Wenn das Wetter nicht mitspielt, zeigen sich Schwächen in der Reiseplanung besonders deutlich. ...

Zwischen Sympathie und Vertrauen: Wie man eine Person besser versteht

Menschen wirklich zu verstehen, ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Alltag. Ob im Job, in ...

- Anzeige -