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Wunder der Natur – Sehenswürdigkeiten in Südtirol

Manche Orte sind vor allem für ihre Wahrzeichen bekannt. Ob die Freiheitsstatue in den Vereinigten Staaten, der Eiffelturm in Frankreich oder die Tempel Südamerikas – es sind meist große Monumente. Dabei bietet auch die Natur unvergessliche Blickfänge mit so manch einer Sehenswürdigkeit. Wasserfälle sind beeindruckende Spektakel, Schluchten bieten Einblick in schier unendliche Tiefen. Für solche Eindrücke muss man teils nicht einmal weit weg reisen. Das für den Skiurlaub bekannte Südtirol zum Beispiel bietet einige unvergessliche Natur-Spektakel.

Hotels mit Naturnähe

Neben den zahlreichen Pisten und Wellness-Optionen ist die Urlaubsregion Südtirol unter anderem für ihre idyllischen Landschaften und die vielfältige Natur bekannt. Ob auf den hohen Bergen oder den Obstwiesen in tieferer Lage – Natur-Liebhaber sind hier umsorgt. Möchte man sich dabei von so viel Natur wie nur möglich umgeben lassen, kann man einen Campingtrip planen. Weitaus einfacher ist es jedoch, nach einem passenden Hotel zu suchen.

Vor allem die Nähe zur Natur und anhaltende Nachhaltigkeit stehen für die Naturhotels Südtirols im Fokus. Die Nutzung von Holz und anderen natürlichen Materialien sorgen für eine klimafreundliche Bauweise. Dadurch stechen die Hotels nicht aus der Natur raus, es wirkt teils so, als würden sie zur Umgebung gehören. Sie gliedern sich demnach harmonisch ins Landschaftsbild ein, während ein Betongebäude den Blick ruinieren würde.

Auch die Küche der Hotels greift auf das lokale Angebot zurück. Produkte aus der Region finden den Weg auf die Teller, Kräuter aus dem eigenen Hotel-Garten verfeinern das Geschmacks-Erlebnis.

Die meist direkte Lage in der Natur ermöglicht viele Aktivitäten an der frischen Luft wie zum Beispiel:

  • Wandern,
  • Ski-Fahren
  • Bergsteigen

Nach einem Tag auf dem Berg, der Alm oder im Wald, lädt die Wellnessoase im Hotel zum Entspannen ein. In den Spas lässt man sich mit traditionellen Naturprodukten verwöhnen. Das Angebotsspektrum umfasst beispielsweise:

  • Heubäder
  • Latschenkiefer-Aufgüsse in der Sauna
  • Entspannende Massagen mit Kräuterölen

Pyramiden aus Erde auf dem Ritten

Ein echtes Naturwunder wartet in der Gemeinde Ritten. Die zehn bis fünfzehn Meter hohen Erdtürme sind weithin sichtbar. Diese Pyramiden stehen auf hartem Moränenlehm, den die Gletscher aufschütteten. Im Verlauf der Zeit sind die Türme durch Erosion entstanden. Auf jedem von ihnen befindet sich an der Spitze ein Deckstein. Sollte dieser herunterfallen, so fällt auch die Pyramide der Witterung zum Opfer. Zerfällt jedoch eine dieser Formationen, bildet sich weiter oben am Hang bereits die nächste.

Sichtbar ist dieses Phänomen im Finsterbachtal, im Katzebachtal und im Tal des Gastererbaches. Besonders Kinder sind von den Pyramiden fasziniert, die sie sonst ähnlich nur aus Filmen oder Bildern von Ägypten kennen.

Die Dolomiten - ein UNESCO Welterbe

Das UNESCO Welterbe die Dolomiten (Bildquelle: T. Linack - Fotolia.com)

Im Osten Südtirols findet sich mit den Dolomiten eine der schönsten Gebirgslandschaften weltweit. Im Jahre 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt, bieten die zahlreichen Wanderwege ein unvergessliches Naturerlebnis in den Bergen. Die steilen Felswände und schroffen Gipfel beeindrucken Besucher. Vor allem die namensgebenden Riesen-Dolomiten sind den Besuch mit ihren einzigartigen Profilen wert.

Daneben erzählen sich die Bewohner seit Generationen Mythen und Legenden, die Besucher in ihren Bann ziehen. Zur Natur kommt Kultur, die davon zeugt, wie wichtig die Berge für die Bevölkerung sind.

Das Schloss umringt von botanischen Gärten

Die Kurstadt Meran ist bekannt für das prunkvolle Schloss Trauttmansdorff. Dieses ist umringt von fantastischen Gärten, wodurch das Gebäude von der Natur erobert wirkt. Durch die günstigen klimatischen Voraussetzungen der Region, prahlt die Sehenswürdigkeit mit über 80 Gartenwelten, die vom lokal alpinen bis zum exotischen reichen.

Die Anordnung in Form eines Amphitheaters bietet auf den höheren Lagen eine atemberaubende Aussicht auf das Etschtal und die darunterliegenden Gartenlandschaften. Vor allem Pflanzen-Freunden schlägt das Herz höher. Der Garten pflegt 10.000 Pflanzen aus über 3.000 Arten. Da diese zu unterschiedlichen Zeiten blühen, gibt es das ganze Jahr über eine Vielfalt an Düften. Das Schloss bietet zudem mehrsprachige Sonderausstellungen für Interessenten an.

Eine Hütte in atemberaubenden Höhen

Nach circa sieben Stunden Wanderung aus dem Ridnauntal erreicht man das Becherhaus. Diese Schutzhütte auf den Stubaier Alpen liegt 3.195 m über dem Meeresspiegel und bietet ein prächtiges Panorama auf die umliegenden Berg-Gipfel. Die anliegende kleine Kapelle „Maria im Schnee“ ist hierbei das höchstgelegene Marien-Heiligtum der Alpen.

Das Haus inmitten der schneebedeckten Gipfel bietet neben der Aussicht fließend Wasser, köstliche Mahlzeiten und Unterkunft für bis zu 100 Personen. Der Hüttenwirt punktet mit langjähriger Erfahrung und ist in seinem Handwerk versiert.

Der mysteriöse Turm im See

Der Reschensee in Südtirol (Bildquelle: TorstenBraun - Pixabay.com)

Im Westen Südtirols liegt der Reschensee bei Graun. Als Wahrzeichen der Region gilt der aus dem Reschensee ragende Turm. Von Sagen umwoben, bietet dieser einen unvergesslichen Anblick und wirkt wie ein Schauspiel der Natur, die die Zivilisation langsam zurückerobert.

Hierbei handelt es sich um ein Relikt der Zeit, als der Großkonzern Montecatini die Errichtung des Stausees am Reschenpass veranlagte. Die Dörfer Reschen und Graun bleiben bis heute überflutet, der Kirchturm ist jedoch weiterhin je nach Wasserstand gut sichtbar.

Der See selbst bietet im Sommer für Surfer und im Winter für Snowkiter aufgrund des guten Windes optimale Bedingungen. Am Ufer des Sees kann man picknicken, rund um ihn führen Genusswanderungen durch grüne Laub- und Mischwälder.

Fallende Wassermassen in Reinbach

Im Pustertaler Ahrntal liegen die drei Reinbach-Wasserfälle. In Höhen von zehn bis zweiundvierzig Metern stürzen sich die Fälle schäumend in die Tiefe. Vom Parkplatz bei Sand in Taufers gelangt man nach einer mäßig anstrengenden Wanderung über den Franziskusweg zum Naturspektakel.

Auf dem Pfad nach oben begleiten einen zehn Stationen, die einheimische Holzschnitzer fertigten und bis zur Tobl-Kapelle führen. Nach dem Überqueren von Serpentinen und eines mit Zäunen gesicherten Steigs erreicht man den größten der Wasserfälle. Hier kann man die Aussicht genießen und die in die Reinbachschlucht stürzenden Wassermassen bestaunen.

Naturschätze ganz in der Nähe

Südtirol kann also nicht nur als Urlaubsort für Sport und Erholung punkten. Die Natur begeistert Urlauber mit einem umfassenden Angebot an spannenden Orte und einzigartigen Sehenswürdigkeiten. Hinter jedem Ort steckt eine Geschichte und auch Kinder sind fasziniert von den Spektakeln an der frischen Luft.

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